Stiftung Lebensqualität -
für demenzkranke und sterbende Menschen in der Förderung Hessischer Diakonieverein
Das Engagement für die Lebensqualität demenzkranker Menschen ist heute in unserem Land besonders wichtig. Statistiken prognostizieren für die Entwicklung der Bevölkerungspyramide einen weiteren deutlichen Anstieg der Zahl älterer Menschen über 60 Jahre und Hochaltriger.


In Deutschland sind bereits heute gut eine Million Menschen an Demenz erkrankt. Wissenschaftliche Prognosen gehen davon aus, dass die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen weiter ansteigen wird.
Bis zum Jahr 2030 ist mit einer Zunahme der Erkrankungen auf etwa 1,3 Millionen zu rechnen.
Zweck der Stiftung Lebensqualität ist es, dort zu fördern und zu helfen, wo Unterstützung notwendig ist und zielgerichtet – wenn möglich mit innovativen Modellen – eine Verbesserung für das Leben von demenzkranken Menschen erreicht werden kann.
Die Stifterin, Frau Ingrid Rumpf, hat im Jahr 2004 mit einem namhaften Betrag die Stiftung Lebensqualität innerhalb der Förderstiftung Hessischer Diakonieverein errichtet. Die Förderstiftung übernimmt als Dachstiftung die Verwaltung der Mittel, aus deren Erträgen Projekte gefördert werden.
Insbesondere in den Seniorenzentren und Krankenhäusern des Hessischen Diakonievereins konnten schon durch spezielle Raum- und Milieugestaltung sowie durch Fortbildungsangebote für die Pflegenden erhebliche Verbesserungen für Demenzkranke umgesetzt werden.
In unregelmäßigen Abständen verleiht die Stiftung außerdem einen Preis, der nach der bekannten ehemaligen Oberin des Hessischen Diakonievereins Line Fresenius benannt ist. Damit werden besonders gelungene Modelle der Versorgung von Dementen ausgezeichnet.
Auszeichnung der Stiftung durch die Hessische Landesregierung
Im November 2005 wurde die Stiftung selbst durch die Hessische Landesregierung ausgezeichnet.Staatssekretär Metz führte aus: Die Auszeichnung ist ein Impuls für die Entwicklung der Stiftungslandschaft in Hessen. Die „Förderstiftung Hessischer Diakonieverein“ wird ausgezeichnet, weil die Stiftung nicht nur Projekte für demente und sterbende Menschen fördert, sondern auch andere Stifterinnen und Stifter dazu ermuntert, eine eigene Stiftung zu gründen. Sie bietet unselbständigen Stiftungen an, unter ihrem Dach ihre gemeinnützigen Ziele zu verfolgen und unterstützt sie u.a. Durch das Angebot, die Verwaltung der Stiftung zu übernehmen. Dadurch wird die Errichtung einer Stiftung auch für Menschen interessant, die sich mit der Verwaltung nicht belasten möchten, aber dennoch ihr Vermächtnis gesichert sehen möchten.
„Die Stiftung wirbt nicht nur durch ihre praktischen Aktivitäten für die Gründung einer Stiftung, sondern auch durch die erfolgreiche Einbindung anderer, die einen Teil ihres Vermögens für ein wohltätiges Ziel einsetzten möchten. So wird die Idee der gemeinnützigen Stiftung den Menschen nahe gebracht und trägt weiter Früchte“, unterstrich Staatssekretär Metz.
Stifterin Ingrid Rumpf
„Stiften tut gut“ – Wir zitieren aus einem Interview mit der Stifterin Frau Ingrid Rumpf
Frage: Frau Rumpf, „Stiften tut gut“ lautet das Motto einer Stiftungsinitiative der evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Ist das wirklich so?
Ingrid Rumpf: Ja, denn mit einer Stiftung kann man etwas Bleibendes schaffen und bestimmte Zwecke ganz gezielt fördern. Dazu kommt, dass man andere Menschen gut animieren kann, sich zu beteiligen oder zuzustiften. Und etwas Gutes zu bewirken gibt einem selbst ja auch ein gutes Gefühl.
Frage: Worum geht es?
Ingrid Rumpf: Wie der Name „Stiftung Lebensqualität für demenzkranke und sterbende Menschen“ schon sagt, fördert sie Projekte und Initiativen, welchen diesen Menschen einen letzten Lebensabschnitt und ein sterben in Würde ermöglichen. Wie wichtig das ist, habe ich gesehen, als mein Mann kurz vor seinem Lebensende mit Alzheimer und Parkinson im Pflegeheim lag. Die Pflegekräfte waren oftmals überarbeitet und überfordert. Und mit dem Kostendruck auf dem Pflegesektor wird das ja nicht besser. Dabei ist es so wichtig, dass auch Demenzkranke in Würde und Gemeinschaft leben können. Ihre Zahl steigt ja stetig an…
Frage: Was geben Sie Menschen mit auf den Weg, die auch mit dem Gedanken spielen, eine Stiftung zu gründen?
Ingrid Rumpf: Dass Kommunikation ungemein wichtig ist. Dazu gehört zunächst, alles ganz offen mit der Familie zu besprechen. Denn nur, wenn es ein gemeinsames Werk ist und auf breiter Basis steht, macht eine Stiftung wirklich Sinn. Man sollte sich unbedingt mit den potenziellen Erben ins Einvernehmen setzen und auch sie für die Idee begeistern.
Frage: Riskiert man als Stifterin nicht, dass das Geld im Alter für einen selbst nicht mehr reicht?
Ingrid Rumpf: Natürlich muss man vorher gut durchrechnen lassen, was man selbst zum Leben braucht, und diesen Teil dann gut anlegen. Bevor ich die zweite Stiftung gründete, hab ich dies mit einem Finanzexperten, dem ich sehr vertraue, umfassend geklärt. Und was dann übrig blieb, habe ich komplett in die Stiftung gesteckt. Wenn ich fürs Alter abgesichert bin, eine Wohnung und genug zum Leben habe, warum soll ich dann den Rest horten?
Ich möchte mehr Menschen davon überzeugen, dass man mit seinem Geld viel effektiver Gutes tun kann. Und dass gerade das auch dem eigenen Leben einen besonderen Sinn gibt.
Das Konto der Stiftung Lebensqualität:
Konto-Nr. 500 105 501 0
bei der Landesbank Hessen-Thüringen,
BLZ: 500 500 00.

